Fast wäre es ein Tag ohne Baustelle geworden. Ohne Baustelle, nicht ohne Baudinge.
Der Morgen rauschte nur so vorbei, ein Formular musste bearbeitet werden, versicherungstechnische Dinge für das Bauunterfangen. Ach ja, Versicherung, da muss ich mich doch auch nochmal mit auseinander setzen...
Aber erst mal das letzte Feintuning am Bauplan besprechen. Hat die Wanne genug Platz im Bad? Passt das Gästebett wirklich in die eine Ecke? Die Treppe vielleicht ein bischen rutschen? Die Ausguckfenster in den Kinderzimmern etwas niedriger, und bitte, die Türen nochmal anpassen...
Geht alles, nur bei der Treppe bräuchten wir eine neue Statik, uups, oh nein, war ja nur so eine Idee, is auch gar nicht wichtig.
Jetzt schnell zum Kindergarten sausen und die Kinder abholen, erst Lu etwas früher, dann Li etwas später, einmal botanischer Garten mit Picknik und Stempel sammeln bitte schön, dann rüber zum Turnen. Hier alles super, jetzt noch Einkaufen, nach Hause und Abendessen.
Zwischendurch noch eine Mail erhalten. Von einer zukünftigen Nachbarin, an den Bauunternehmerchef, weitergeleitet an den Bauleiter, weitergeleitet an den Bauherren, weitergeleitet an die Bauherrin. Das wär dann ich. Eine Mail über nachbarliche Sorge ob der grenznahen Bebauung der Garage und mit der Bitte um Einhaltung eines Grenzabstandes. Ah....betrifft uns das denn überhaupt, Grenznah und so? Okay. Kurzkonferenz mit dem Bauherren, das kriegen wir hin, da melden wir uns, nachbarlich wichtig, ganz klar.
Weiter im Text. Wo war ich? Ach ja, Abendessen.
Oh, wir sind ja früh dran, das wird ja jetzt ganz entspannt. Da hab ich ja gleich noch Zeit, ein Post zu verf....
Oh! Wir waren nicht auf der Baustelle! Keine Bilder. Nix Neues zu berichten. Oh!
"Kinder, wollt ihr noch mal gaaanz schnell zur Baustelle?"
(Also ohne das Blog wäre ich jetzt nicht nochmal los. Muss mal in Ruhe über die Implikationen nachdenken.)
Ein völlig neues Bild bot sich.
Berge gibts in Oldenburg wohl doch nicht. (Schade eigentlich.) Aber Kinder spielen da. Kinder? Da läuten versicherungstechnische Alarmglocken bei mir auf. "Könntet ihr bitte nicht auf der Baustelle spielen sondern eure Steine ganz da vorne sammeln?" "Aber unser Nachbar hat es doch erlaubt!" Ah ja. Ich muss mich wohl doch sehr bald nochmal mit dem Versicherungsdings auseinander setzen...
Riesige Veränderung in meinen Augen bei den Erdarbeiten. Plötzlich lassen sich die Umrisse des Hauses erahnen. Und die Grube ist so tieeef geworden.
Ist das noch normal oder kostet das schon Extra? Und da! Jetzt weiß ich, was mit grenznah gemeint war. [Rückblende:
Die Bauzeichnerin: "Ich habe den Geräteschuppen jetzt mal in die Ecke gesetzt. Das können wir dann jederzeit nochmal ändern."
Ich: "Au Klasse, ja, toll. Danke."
Ende aller Geräteschuppenlage-Besprechungen.
.
Hatte ich gesagt, dass ich eigentlich nie Bauen wollte?]
Na gut. Sonst alles toll. Ich stell mich mal versuchsweise ins Wohnzimmer. Ja, nett.
Wir erkunden die Baugrube und entdecken eine Pfütze bei der zukünftigen Terrasse.
Ha, eine Pfütze! Was hat mir der Teich in der benachbarten Baugrube Kopfzerbrechen gemacht! Seit Wochen steht da das Wasser. Aber wir haben trockene Füße. DIE schlaflose Nacht war jedenfalls umsonst... :-)
Jetzt noch 2314 Fotos machen (eins muss ja gut sein) und ab nach Hause.
Abendessen.
ZubettbringWahnsinn.
Blog verfassen.
Merke: Bilder das nächste Mal vor dem Hochladen drehen.
Ende Tag 3.