Houston, wir haben ein Problem.
Aber eins nach dem anderen.
Erst mal bin ich heute morgen mit dem Sohnemann zur Baustelle gesaust, weil er sich das gewünscht hat. Erst im Haus haben wir entdeckt, dass die Fensterputzer gerade angekommen waren. Aber es gab ein Problem: es gab kein Strom auf den Steckdosen. Auch als alle Geräte ausgesteckt waren, flog die Sicherung immer wieder raus.
Also habe ich Klärung versprochen und beim Elektriker angerufen. Der war nicht erreichbar, hat sich aber zum Glück gleich zurück gemeldet. Er meinte, da das Haus zwei Kreisläufe habe, sollten wir versuchen, an einer anderen Stelle Strom zu bekommen. Sein Techniker hätte heute morgen noch zu tun, aber er würde ihn dann für halb eins zum Haus schicken.
Da es im Haus auch immer noch kalt war, habe ich gleich noch beim Heizungsmenschen angerufen. Der wollte mich auch gerade anrufen um einen Termin zur Abnahme zu machen. Wir haben uns für 16:15 Uhr verabredet, aber wegen der Heizung wollte er dann gleich noch vorbei schauen.
Infos weitergegeben und dann los zum Kindergarten, aber da trifft der Pflasterleger mit Mannschaft ein. Der Chef hat sich den Arm angebrochen und fällt arbeitstechnisch aus, ist aber trotzdem dabei...
Dann das Kind zum Kindergarten und ab nach Hause. Dort muss noch was mit der Mitelternvertreterin geklärt werden, da geht auch einige Zeit drauf, dann die Post sichten. Oh, eine Mahnung? Das hab ich doch überwiesen! Mensch... Also das Konto gecheckt, angerufen, Mahngebühren wegdiskutiert und die Überweisung versprochen. Komisch, das hatte ich doch überwiesen...
Dann noch den Opa für den Umzugstermin als Babysitter engagiert und weil die Kinder es sich so wünschen, auch gleich noch einen Tag früher, um die neuen Hochbetten aufzubauen. Opa kann und Opa kommt, toll.
Husch ist der Vormittag vorbei und die Kinder müssen eingesammelt werden. Essen, dann zum Turnen, anschließend gleich zur Baustelle. Da ist Jo schon vor Ort; falls die Kinder schlapp machen, kann einer sie mit Heim nehmen und der andere die Abnahme mitmachen.
Die Pflasterleute haben ganze Arbeit geleistet, die Westseite hat den Weg und einen Teil der Terrasse bekommen. Der graue Stein leuchtet ganz schön hell, aber das gibt sich noch etwas, und das Rot (rot-schwarz geflämmt!) passt toll, finden wir. Klasse. Sieht gleich ganz anders aus. (Blöderweise habe ich da kein Bild gemacht, sondern erst, als es schon dämmerte... da sieht man aber nix).
Morgen geht es weiter, und am Samstag wollen sie den Garten anlegen. Da müssen wir dann festlegen, wo die geschenkten Sträucher hin sollen. Äh... ja.... wo war noch die To-Do-Liste?
Und die Fensterputzer sind auch fast fertig geworden und durch die Fenster kann man DURCHSEHEN, erstaunlich.... ;-) hat sich gelohnt. Bin mal auf die Rechnung gespannt.... (*Kassenklingeln* /Minderausgaben ??? Das wäre ja mal was).
Dann rein, und da freue ich mich erst mal, dass endlich, ENDLICH! die Datenkabel verlegt sind UND mit dem passenden Stecker versehen sind und tatsächlich drin stecken, im Stromspeicher. Schön. Der Elektriker hatte vorsichtshalber einen Switch mitgebracht, Danke, denn daran hatte ich nicht gedacht, das ist dann auch erledigt (*Kassenklingeln*/ wieder eine Mehrausgabe...)
Aber, Houston! Der Strom ist noch immer weg. Der Elektriker hat geforscht und gefunden: in einem Kinderzimmer ist eine Leitung angebohrt. Die Drähte berühren sich und sorgen für die dauernd rausfliegende Sicherung. Das ist ein Problem. Ein ganz blödes, weil die Ecke, an der es passiert ist, zu kurz für eine Standardreparatur ist (soll heißen, die zur Verfügung stehenden Kabellängen...). Jetzt müsste man das Laminat da entfernen, den Estrich aufstemmen, dann die Kabel ziehen, austauschen, anklemmen, ... was weiss ich. Oh je.
Aaaber, es gibt eine quick-and-dirty-Lösung. Von einer anderen Stelle aus könnte man, später durch die Türrahmen verdeckt, ein Kabel ziehen und so die defekte Leitung umgehen. Ein paar mehr Details gab es noch, aber die habe ich vergessen. Der Haken an der Sache: könnte funktionieren, muss aber nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch. Arbeitsaufwand etwa eine Stunde, ein paar Kabel dazu.... ok, bitte versuchen. Daumen drücken! (*Kassenklingeln*/ wieder eine Mehrausgabe...)
So was Blödes. Aber besser, als an dem Fußboden rumzufummeln, denke ich. Der Elektriker auch, und schneller ist die Lösung auch.
Und wie kam's dazu? Nun, es sieht so aus, als hätte der Fußbodenleger das Kabel angebohrt. Mist aber auch. Da fällt mir ein, bei der Rechnung wird ja nicht nur die Arbeitszeit für die Reperatur einfließen, sondern sicher auch die Zeit für die Fehlersuche. Hab gar nicht gefragt, wie und wann er das Problem gefunden hat...
Dann drängelt auch der nächste Termin, denn langsam wird es dunkel, und wir müssen die Abnahme noch machen. Dazu gehört eine kurze Einführung für die Solaranlage (die das Brauchwasser erwärmen soll) und in die Bedienung der Heizung. Dann noch schnell die Höhe für die Duschstangen festgelegt (wenn das mal gut geht).
Jetzt können wir ab nach Hause, nur der Elektriker bleibt noch im Haus. Hoffentlich kriegt er das hin.
Zu Hause, als die Kinder dann im Bett sind und Jo mit Besuch unterwegs ist, habe ich mir die Finanzen vorgenommen. In der Post waren auch noch die Rechnung für die Treppe und da noch ein paar andere Rechnungen dalagen, habe ich die erst mal überwiesen. Und dann die Rechnungen nochmal abgeglichen. Und gemerkt, dass die vermisste Buchung doch von mir in Auftrag gegeben wurde, und zwar direkt über die Bank! Ha! Hatte ich mich doch nicht geirrt, dass ich das erledigt hatte.Immhin. Beruhigend.
Aber wieso ist da was schief gelaufen? Schnell eine Email getippt und auch gleich eine Antwort bekommen: "Abwesenheitsnotiz"... hm. Okay, also morgen da anrufen (To-Do-Liste...?)
Dann die Treppenrechnung, soweit ok, aber warum sind da eigentlich Montagekosten ausgewiesen? ...To-Do-Liste!
Dann das Finanzsheet aktualisiert, das war auch wieder Zeit, und hey, da muss ja wohl ein Fehler drin sein, soooo viel Geld steckt da drin? Herrje.
Jetzt mal was anderes. Ich muss schnell noch ein Schreiben für die Kindergarteneltern aufsetzen; eigentlich drei, aber es ist echt spät geworden, irgendwann reicht es mal.
Als ich noch gearbeitet habe, hatte ich oft weniger zu tun. Jawohl.